Der November fiel dieses Jahr weltweit deutlich zu warm aus. Er reiht sich damit in die Warmphase der letzten Jahre ein, die sich auf einem erneut höheren Niveau eingespielt hat.
Mit einem Plus von 0,92°C reihte sich der November mit seiner weltweiten Abweichung der Durchschnittstemperatur in die Klimakurve der letzten Jahre ein. Er fiel damit aber auch deutlich wärmer aus als noch vor 3 bis 5 Jahren. Der letzte El Niño von 2023/2024 trieb die Abweichungen vorübergehend auf ein Plus von fast 1,2°C. Danach gingen diese zwar wieder zurück, verbleiben aber nun auf einem Niveau von voraussichtlich 0,9°C. Vor 2023 bewegten sich die klimatischen Abweichungen meist nur auf 0,6 bis 0,7°C.
In den letzten Jahrzehnten scheint sich mit jedem El Niño das Temperaturniveau anzuheben. Die Warmphasen der ENSO üben aber nur zeitweise einen Einfluss auf den Temperaturanstieg aus, so wie auch die kühleren La Niña-Phasen. Dennoch geben sie jedes Mal einen Vorgeschmack auf die nachfolgenden Jahre. Ein Anstieg um 0,2°C binnen 5 Jahren ist aber enorm.
Zwischen den letzten beiden Monaten wurden die monatlichen Durchschnittstemperaturen etwas korrigiert. Januar und Februar wurden leicht nach unten geändert, April und Mai jeweils etwas nach oben. Juni, August und September fielen nach neueren Berechnungen ebenfalls leicht kühler aus. Der Oktober als bisher wärmster Monat der zweiten Jahreshälfte wurde von einem Plus von 0,97°C auf ein Plus von 0,93°C stark nach unten korrigiert.
Es bleibt nun abzuwarten, wie es in den nächsten Jahren weitergeht. Die aktuelle schwache La Niña-Phase kann den Anstieg zwar etwas ausbremsen, aber der Aufwärtstrend wird sich bald fortsetzen. Die Durchschnittstemperatur der letzten 12 Monate liegt derzeit 0,88°C über den festgelegten Normalwerten. Damit wäre 2025 genauso warm wie 2023. Dazwischen liegt das bisher wärmste Jahr 2024 mit einem Plus von 0,98°C.