Seit Tagen regnet sich Tief CALVIN über dem Süden Deutschlands aus. In einigen Regionen sind große Regenmengen zusammengekommen.
Tief CALVIN liegt seit einigen Tagen über dem Süden Deutschlands und rückt nicht von der Stelle. Hoch PETRALILLY hält im Norden dagegen und sorgt somit im Frontalgebiet zwischen beiden Druckgebieten für ergiebige Regenfälle. Die beiden folgenden Übersichtskarten zeigen die Regenmengen, die gestern und heute gefallen sind.


Gestern schob sich Tief CALVIN mit seinem Zentrum langsam aus dem Osten Frankreichs zu uns und drückte gegen das Hoch, das sich über ganz Nordeuropa erstreckt. Dabei fielen im Kollisionsbereich vom Nordosten Baden-Württembergs bis nach Rheinland-Pfalz und dem Saarland 40 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Stellenweise wurden auch Tagessummen von 80 bis 90 Liter erreicht. Auch in Luxemburg wurden hohe Regenmengen registriert.
In der Nacht schob sich der Regen bis in die Mitte Deutschlands. Heute erreichte der Regen zum Teil auch die Gebiete nördlich der Mittelgebirge. Vor allem in Thüringen wurden bis zum Abend Regenmengen von 10 bis 40 Liter pro Quadratmeter gemessen. Örtlich wurden auch 50 bis 60 Liter erreicht.
Das folgende Bild des Regenradars lässt den Wirbel der ineinandergreifenden Regenfronten über Rheinland-Pfalz erkennen. Die äußersten Regengebiete ziehen im Norden von Berlin in Richtung Emsland und schwächen sich weiter ab. Während sich die Wasserstände an den Flüssen vor allem in Norddeutschland verbreitet im Niedrigwasser befinden, stiegen die Pegel an Rhein und Mosel nun stark an. Hochwasser droht aber nicht, da sich die Werte nach vorherigen niedrigen Wasserständen erst wieder im mittleren Bereich eingefunden haben und teilweise schon wieder zurückgehen.

Laut den aktuellen Vorhersagen wird sich morgen der Regen deutlich abschwächen. Aber am Wochenende bleibt er in Teilen Süddeutschlands erhalten, auch wenn er sich weiter in Richtung Alpen zurückzieht. In der neuen Woche wird es dann ab Dienstag verbreitet trocken bleiben. Die Temperaturen steigen dann auch wieder etwas an, wobei die Nordhälfte des Landes stets einige Grade wärmer sein wird. Meist werden 18 bis 22°C erreicht.