Die beiden Tiefs CONSTANZE und ELLI räumen derzeit den Winter aus Mitteleuropa weg. Dabei geht es in manchen Regionen recht turbulent zu. An den Küsten Frankreichs und Spaniens wird es bereits stürmisch.
Nachdem es in Deutschland fast flächendeckend weiß war und sich die Luft in einigen Regionen auf bis zu -20°C abgekühlt hatte, ändert sich nun mit dem Durchzug zweier Tiefs das Wetter grundlegend. Der Schnee löst sich schon verbreitet auf, da die Temperaturen ansteigen. Die folgende Karte zeigt die Temperaturen am heutigen Abend.

Gestern schob Tief CONSTANZE ein Regenband von den Britischen Inseln über die Mitte und den Norden des Deutschlands. Verbreitet schneite es noch einmal. Doch das nachfolgende Tief ELLI, das sich derzeit mit dem Zentrum südlich von Irland befindet, schiebt nun wieder warme Luft hinterher. In der französischen Bretagne werden bereits 10 bis 12°C erreicht.

Aufgrund der großen Temperaturunterschiede baut sich ein starkes Druckgefälle zwischen Spanien und England auf. Im Süden liegen die Werte bei rund 1030 hPa, in England bei 970 hPa. Der Wind frischt daher in der Region bereits stark auf. Im Bereich von Landsend werden schon Windgeschwindigkeiten von 75 bis 93 km/h erreicht, in der Bretagne 80 bis 97 km/h. Im Nordwesten Spaniens werden sogar 84 bis 113 km/h gemessen.
Im Südwesten Deutschlands zieht nun bereits Regen auf, der bei Temperaturen um 0°C auf den Straßen für Glatteis sorgen kann. Die Temperaturen werden aber in den nächsten Stunden weiter ansteigen, was die Glatteisgefahr etwas reduzieren könnte. Dennoch ist der Boden gerade in den höheren Lagen noch sehr kalt.
Die aktuellen Vorhersagen zeigen an, dass sich Tief ELLI morgen bis in die Niederlande verlagert. Dadurch wird der Wind vor allem im Westen und im Norden Deutschlands stark auffrischen. Während im Westen der Wind meist aus dem Südwesten heranströmt, wird er über Schleswig-Holstein und Dänemark aus dem Nordosten kommen. Am Wochenende wird es nach und nach ruhiger, doch es ist am Samstag noch im Westen Deutschlands mit viel Regen zu rechnen. Nach einem etwas ruhigeren Sonntag kommt dann zu Beginn der neuen Woche wieder mehr Nass von oben. Die Temperaturen liegen dann aber im positiven Bereich bei 2 bis 8°C. Im Südwesten sind sogar bis zu 10°C möglich.
Im übrigen Europa gibt es teils sehr unterschiedliches Wetter: Über Madeira liegt derzeit Hoch ANDREAS und sorgt für sonniges und warmes Wetter bis ins westliche Mittelmeer. Die Temperaturen erreichen 16 bis 18°C. Im Norden von Norwegen, Schweden und Finnland ist es hingegen bei Temperaturen von -10 bis -40°C besonders kalt. Ursache dafür ist Hoch BRONCO. Über Griechenland sorgt hingegen Tief ULLI für windiges Wetter mit Temperaturen von 5 bis 15°C.