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Endlich mal kräftiger Regen

[01.10.2026]

Regen gab es im September zwar schon etwas, aber nicht so viel wie üb­lich. Und vor allem auch un­gleich ver­teilt. Damit setzte sich die seit Mona­ten an­dauern­de Phase schwacher Regen­fälle fort. Die Fluss­pegel doku­men­tieren dies ein­drucks­voll.


Schon das letzte Jahr fiel Deutschland deutlich trockener aus als üblich. Im Jahr 2026 setzte sich dies fort. Vor allem machte es sich im Sommer aufgrund der hohen Temperaturen bemerkbar. Weite Landesteile waren von Trockenheit betroffen. Auch im September fiel wieder wenig Regen.



Abb. 1: Regensummen im September 2026.


Der Norden Deutschlands bekam am meisten ab. Vor allem im Küstenbereich der Nordsee fielen teilweise über 100 Liter pro Quadratmeter. Doch schon etwas weiter südlich kamen meist nur noch 20 bis 40 Liter zusammen. Teilweise auch weniger.


Wie die Grafik der Regensummen zeigt, blieb es im Südwesten am trockensten. Meist fielen nur 10 bis nicht einmal 20 Liter pro Quadratmeter. Bis weit nach Süden in die Schweiz blieb es ähnlich trocken. Die Quellregion des Rheins wurde dadurch kaum mit Wasser versorgt. Dementsprechend gingen die Wasserstände zurück und sorgten bereits im Sommer für historische Tiefststände.


Aber auch an allen anderen Flüssen sanken die Pegel gravierend. Die Schifffahrt musste eingeschränkt oder eingestellt werden. Fähren wurden ebenfalls außer Betrieb genommen. Im September gingen die Temperaturen zwar langsam zurück, doch der Regen blieb weiterhin größtenteils aus. Die Wasserstände an den Flüssen gingen weiter zurück und unterschritten die neuen Tiefststände noch einmal kräftig.



Abb. 2: Regenradar für Deutschland um Abend des 1. Oktobers 2026.


Tief EVA über Island konnte sich heute durchsetzen und eine Kaltfront zu uns nach Mitteleuropa schicken. Im Laufe des Vormittags regnete es im Westen vereinzelt. Die Schauer wurden langsam zahlreicher und verstärkten sich deutlich. Die bisher vorhandene Warmluft wird damit nach Osten geschoben. Möglicherweise kommt im Osten Deutschlands aber nicht mehr sehr viel von diesem Regen an.


Auch wenn die beiden Hochdruckgebiete ARNO und BORCHERT nach Osteuropa verdrängt wurden, wartet mit CORTE auf dem Nordatlantik bereits das nächste Hoch. Es wird den Einfluss des Tiefs im Norden verringern und erneut für viel Sonnenschein sorgen. Dadurch bleibt es laut den aktuellen Vorhersagen nach Durchzug des Regens wieder für einige Tage trocken.


Redaktion meteo.plus