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Hitze macht sich breit

[12.08.2025]

Für Nicht-Hitze-Fans wird es in den nächs­ten Tagen sehr an­strengend. In wei­ten Teilen Mittel­europas lässt sich keine Wolke blicken. Schon heute stiegen die Tempe­ra­turen ver­breitet auf über 30°C. Aber es geht noch mehr.


Die Hundstage kamen zwar nicht ganz zeitgerecht, aber mittlerweile hat sich die Zeit der endsommerlichen Hitze über weiten Teilen Europas ausgebreitet. Ein fast wolkenloser Himmel in weiten Teilen Mitteleuropas gibt der Sonne die volle Kraft, den seit Tagen trocken gewordenen Boden aufzuheizen. Hoch JULIA transportiert zudem trockene Luft aus dem Nordosten zu uns, die sich leicht erwärmen lässt.


Über der französischen Bretagne liegt das mittlerweile nur noch schwach ausgeprägte Tief PIET. Über dem angrenzenden Nordatlantik ist zudem noch der Wirbel des ehemaligen Tropensturms DEXTER zu erkennen, der weit vor der Küste der USA vorbeizog. Die beiden Tiefwirbel schaufeln zusätzlich warme Luft aus dem westlichen Mittelmeerraum in unsere Richtung. Über Spanien und Südfrankreich sorgten sie heute für zahlreiche Gewitter. Am wärmsten war es im südfranzösischen Carcassonne. Dort wurden über fast drei Stunden hinweg 42°C erreicht.



Abb. 1: Hitze über weiten Teilen Europas am 12. August 2025 um 15:05 UTC.


In Deutschland zogen heute im Norden ein paar kleinere Schauer durch, die aber nicht sehr ergiebig ausfielen. Ansonsten war es wolkenlos und die Temperaturen stiegen vor allem in der Südhälfte auf 30 bis 33°C. Örtlich könnte es auch etwas wärmer geworden sein.


Die Vorhersagen für die kommenden Tage sehen leider nicht besser aus. Die Temperaturen steigen weiter an. In der Südhälfte werden verbreitet 30 bis 36°C erwartet. Örtlich ist aber auch noch mit höheren Werten zu rechnen. Möglicherweise werden im Raum Magdeburg bis zu 40°C erreicht.


Die Hitze spitzt sich bis zum Freitag immer weiter zu. Erst am Samstag wird es wieder kühler. Im Osten und in der Mitte werden örtlich Schauer und Gewitter erwartet, die für einen Teil der Abkühlung sorgen. Ursache ist aber vielmehr die trockene Luft aus dem Norden, die am Wochenende von der Küste zu uns fließt. Sie sorgt vor allem in den Nächten für deutlich tiefere Temperaturen. Tagsüber sind aber weiterhin bis zu 30°C möglich.


Redaktion meteo.plus