Wie bereits angekündigt, fallen die Weihnachtsfeiertage dieses Jahr in Deutschland recht kalt aus. Vom Weihnachtstauwetter fehlt dieses Mal jede Spur. Im Süden gab es sogar etwas Schnee.
In den letzten Tagen wurde bereits angekündigt, dass dieses Jahr in Deutschland Weihnachten so kalt ausfallen würde, wie seit 2010 nicht mehr. Die genauen Werte werden bald feststehen. Tatsache ist jedenfalls, dass sich gestern kalte Luft aus dem Osten über Mitteleuropa ausgebreitet hat. Aber nicht nur bei uns sanken die Temperaturen auf teilweise unter -10°C. Sogar in Belgien wurde -6°C erreicht. Auch in Teilen Nord-Frankreichs und Süd-Frankreichs wurden bis zu -3°C gemeldet. In höheren Lagen wird es aber auch dort etwas kühler gewesen sein. Spanien registrierte vor allem im Norden des Landes bis zu -7°C.
Ursache für die Kaltluft ist eine besondere Wetterlage: Über der Nordsee liegt Hoch HELLA, über der Ostsee Hoch INKA. Beide Hochs führen an ihrer Südseite kalte Luft aus dem Osten Europas zu uns nach Mitteleuropa und bis in die westlichen Küstenregionen. Unterstützt wird dies noch einmal durch eine Reihe von Tiefs, die sich über dem nördlichen Mittelmeer aus Tief NILS ergeben haben. Über Spanien zieht zudem Tief ORLANDO die kühle Luft aus Frankreich nach Süden.
Über dem Süden Deutschlands gab es gestern örtlich etwas Schnee, der von einigen Ausläufern der Tiefs NILS I und NILS II herangetragen wurde. In einigen Regionen ist auch etwas davon liegen geblieben. Derzeit sind keine Wolken unterwegs, die noch einmal Schnee bringen könnten. Vielmehr ist heute bei uns mit Sonnenschein zu rechnen. Der frische Wind aus dem Osten verhindert größtenteils die Nebelbildung in den Tälern.
Über der Ostsee ziehen jedoch derzeit Wolken heran. Ob diese die eine oder andere Schneeflocke bringen können, bleibt abzuwarten. Denn die Sonne wird trotz der nächtlichen Kälte die Temperaturen tagsüber in den positiven Bereich bringen. In Ost- und Norddeutschland, wo die Thermometer derzeit mit bis zu -10°C die niedrigsten Werte anzeigen, wird es auch tagsüber teils frostig bleiben. Nur in der Küstenregion geht es in den Plusbereich.
Laut den aktuellen Vorhersagen fallen auch die kommenden Nächte frostig aus. Tagsüber sind jedoch Pluswerte zu erwarten. Erst zum Wochenbeginn wird es wieder milder. Dann werden auch Regenwolken wieder den Norden des Landes eintrüben. Der Wind bleibt heute noch unangenehm kalt. Doch in den nächsten Tagen schwächt er sich meist ab. Nur im Norden sorgt er weiterhin für ungemütliches Wetter.