Ein Tropentief ist heute über Neuseeland hinweggezogen und entfernt sich von der Inselgruppe. Doch auf Guam kommt nun stürmisches Wetter zu. Taifun SINLAKU hat sich extrem verstärkt und bringt große Gefahren mit sich.
Weit südwestlich von Guam hatte sich am 8. April 2026 im Westpazifik ein Tropentief gebildet, das sich einen Tag lang nur sehr langsam verstärkte. In den Tagen danach irrte es fast auf der Stelle herum und intensivierte sich zum Tropensturm. Er erhielt den Namen SINLAKU. Am 10. April erreichte der Sturm erstmals die Stärke eines Taifuns und gewann langsam weiter an Kraft.
Bereits gestern sank der zentrale Luftdruck auf 950 hPa ab und die Windgeschwindigkeiten erreichten 157 bis 222 km/h. Doch heute wurde Taifun SINLAKU noch einmal viel extremer. Mittlerweile hat er die höchste Stufe 5 erreicht und weist im Zentrum einen Luftdruck von nur noch 905 hPa auf. Die Windgeschwindigkeiten stiegen auf 213 bis 306 km/h an.
Laut den aktuellen Vorhersagen wird der Taifun in zwei Tagen nördlich von Guam vorbeiziehen. Das stärkere Windfeld zieht damit an der Insel vorbei. Doch auch auf der schwächeren Seite ist mit starken Unwettern zu rechnen. Im weiteren Verlauf wird der Sturm sehr wahrscheinlich nördlich weiterziehen.
Im südwestlichen Pazifik zog in den letzten Tagen Zyklon VAIANU zwischen Vanuatu und den Fidschi-Inseln hindurch in Richtung Süden. Zeitweise erreichte er Windgeschwindigkeiten von 157 bis 222 km/h und einen zentralen Luftdruck von 945 hPa. Heute zog der Sturm als Tropentief VAIANU über den Norden Neuseelands hinweg. Regional wurden hohe Regensummen erreicht. Mittlerweile verlagerte sich das Tief süd-südöstlich weiter und bedroht keine bewohnten Gebiete mehr.
Weitere tropische Stürme sind derzeit nicht auf den Weltmeeren unterwegs. Doch im südwestlichen Pazifik und im südlichen Indischen Ozean besteht weiterhin Potenzial für neue Stürme.