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YAEL und XIRA

[19.02.2026]

Die Tiefs YAEL und XIRA haben wieder etwas Winter ge­bracht. Hoch GERD musste zwar weichen, hält aber weiter­hin da­gegen. Wer wird sich nun durch­setzen und das Wetter der nächs­ten Tage be­stimmen?


Hoch GERD hatte sich in den letzten Tagen über uns ausgebreitet und bildete eine Hochdruckbrücke von Norwegen bis nach Griechenland. Damit wurde Tief WALLY, das zuletzt für viel Regen und etwas Schnee sorgte, nach Osteuropa abgedrängt. Es zerfiel dabei in fünf kleine Wirbel, die sich derzeit zwischen Island und der Ukrainie verteilen.


Vom Nordatlantik zogen hingegen zwei Tiefs heran. Tief XIRA befindet sich derzeit über Großbritannien. Tief YAEL zog heute von Frankreich nach Deutschland und brachte viel Niederschlag, der meist als Schnee niederging. Verbreitet kamen in den Mittelgebirgen 20 bis 30 cm Neuschnee zusammen.


Im Osten und Norden Deutschlands kam dieses erneute Winterwetter nicht an. Dennoch blieb es nordöstlich von Ems und Weser meist recht kalt. Als Höchsttemperaturen wurden meist 1 bis 2°C registriert. Im äußersten Nordosten des Landes blieb es den Tag über sogar frostig.


Die Warmluft, die Tief YAEL mitbrachte, wurde bereits wieder in den Südwesten Deutschlands zurückgedrängt. Hoch GERD, das von Norwegen bis Griechenland reicht, hat weiterhin genug Kraft, kalte Luft aus dem Osten zu uns zu drücken, sodass der heute gefallene Schnee noch verbreitet liegen bleiben wird.


Doch in den nächsten Tagen wird sich das ändern. Laut den aktuellen Vorhersagen steigen die Temperaturen am Wochenende überall in den positiven Bereich. Am Sonntag bleibt es im Nordosten und im Süden Bayerns bei maximal 6°C am kühlsten, was den Schnee nicht restlos tauen lassen wird. Ansonsten steigen die Temperaturen sehr wahrscheinlich auf 10 bis 14°C. Am Dienstag sind am Rhein auch bis zu 16°C möglich.


Von den Temperaturen her geht es in den nächsten Tagen definitiv aufwärts. Hoch GERD im Osten wird weiterziehen. Über dem Atlantik hat sich bereits Tief ZANTINA gebildet. Es drängt nach Europa und wird neue Wärme mitbringen. Der Frühling ist damit langsam auf dem Vormarsch. Doch die Gefahr weiterer Wintereinbrüche ist noch nicht gebannt.


Redaktion meteo.plus